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VoidWork
Horror/Forsaken

Blackdrone 2010 CD, 4-panel digipak, Limited to 300
CDs
Was VoidWork einem da zumu ten ist echt keine leichte
Kost. Anstatt ein Album zu schaffen, bei welchem einen das Grauen heimsucht,
bekommt man es gleich zweifach mit dem Schrecken zu tun – und das
in Form eines Doppelalbums.
Der erste Teil „Horror“ besteht aus insgesamt
dreizehn Liedern. Diese sind meist dem Neoklassik, zuzuordnen. Andere
bestehen aus düsteren Soundscapes und sind dem Dark Ambient zuzuordnen.
“The Soulless City” dagegen weist sogar Parallelen zu den
mystisch anmutenden Klängen von the Moon lay Hidden beneath a Cloud
auf, sind hier Flöten, Chöre und rituelle Trommeln zu hören,
während „Marble Steps“ und „The serpent's Lullaby
III“ wegen der blechernen Perkussion an In Slaughter Natives erinnert,
wäre da bei ersterem nicht wieder die Klavierbegleitung, die das
ganze dann doch wieder in organische Bahnen lenkt. Allerdings wird das
ganze dadurch auch nicht weniger verstörend. Sehr positiv ist diesem
Teil anzumerken, dass man für den Gesang Ann-Mari von Arcana zur
Unterstützung geholt hat, deren Stimme die Atmosphäre letztendlich
komplett macht.
Der zweite Teil „Forsaken“ besteht aus insgesamt
sieben Stücken und beginnt mit einer spanischen Gitarre und Gregorianischen
Chören, ist sonst aber komplett dem Dark Ambient zuzuordnen und schafft
es ebenfalls für eine unheimliche Grundstimmung zu sorgen. Mal scheint
man sich in einem Sturm zu befinden, mal bei häretischen Ritualen
und mal ist wie aus dem nichts fieses Metallgekreisch zu hören, bei
dem man zusammenzuckt. Gesang kommt in diesem Teil allerdings nur durch
eingestreute Chöre oder Sprachsamples in Form von Geschrei vor.
VoidWork ziehen auf diesem Doppelalbum alle Register,
um eine düstere Grundstimmung zu erzeugen und scheren sich dabei
auch nicht um Genregrenzen, was „Horror/Forsaken“ zu einem
immer wieder überraschenden Album macht, das die Aufmerksamkeit des
Hörers mit jedem mal wieder einfordert.
Tristan Osterfeld
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