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Winfried Pauleit / Christine Rüffert / Karl-Heinz
Schmid /
Alfred Tews (Hg.)
Public Enemies
Film zwischen Identitätsbildung und
Kontrolle
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160 Seiten, 182 Fotos / 29 Filmausschnitte
Paperback, 17 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-206-3
Erschienen im Januar 2011
ANKÜNDIGUNG
Der »Public Enemy« ist eine zentrale Figur
der Filmgeschichte. Er hat ein eigenes Genre begründet: den Gangsterfilm,
der sich zu Zeiten der großen Wirtschaftskrise in den USA etabliert
und mit der Erfindung des Tonfilms zusammenfällt. Echte Gangster
wie Al Capone dienten Anfang der 1930er Jahre Figuren in Filmen wie LITTLE
CAESAR und THE PUBLIC ENEMY als Vorbild. Später wurde der Begriff
in unterschiedliche Bereiche übernommen. Public Enemies waren und
sind alles, was die öffentliche Ordnung bedroht: Spione, Kommunisten,
Terroristen, aber auch Aliens, Zombies oder Grippe-Viren. Public Enemies
helfen uns dabei zu erkennen, wer wir sind. Eine Antwort auf den Feind
der öffentlichen Ordnung sind Ausnahmezustand und Kontrollgesellschaft.
Video-, Telefon- und Datenüberwachung führen zu einem Paradoxon:
Der schützende Staat wird darüber selbst zum Feind der Öffentlichkeit.
Die Beiträge untersuchen Ästhetik und Geschichte
des Gangsterfilms, widmen sich aber auch der Übertragung der Public-Enemy-Figur
in ganz andere Genres. Anhand ihrer verschiedenen Erscheinungen nehmen
sie die Aspekte von Identitätsbildung und Kontrolle in den Blick.
Der Public Enemy erweist sich so als ein Kristallisationspunkt der Moderne,
in dem sich die Sphären des Ästhetischen und des Politischen
überlagern.
Die Publikation liegt zweisprachig auf Deutsch und
Englisch vor. Die CD-ROM in englischer Sprache enthält zahlreiche
Filmausschnitte, die die Argumentation anschaulich machen.
Contents:
The public enemy is a central figure in film history, and in the 1930s
served as the basis for a genre all its own, the gangster film. Yet public
enemies are also everything that poses a threat to the public order: spies,
communists, terrorists, but also aliens, zombies, or flu viruses. One
response to the public enemy is surveillance and control, paradoxically
making the state itself the enemy of the public.
This book explores variants of the public enemy figure across all film
genres. At the same time, it takes a look at aspects of identity formation
and control. Public enemies help us to recognize who we are. They thus
prove to be points were modernity crystallizes, where the spheres of the
aesthetic and the political overlap.
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