Lifelover

Sjukdom

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(Prophecy Productions) CD, 14 Tracks

Nein, das Leben mögen sie nicht wirklich. Der zynische Name deutet schon auf die Ursprünge der Formation im suizidalen Black Metal hin und auch die gesamte Stimmung ist geprägt von Depression und Apathie. Dabei gehören Lifelover zu einem neuen Begriff des Black Metal, der schon längst die 90er überwunden hat und ebenso wie Skitliv, Nachtmystium oder Satyricon nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten des Black Metal im Rock sucht. Denn der Sound weicht aber von der traditionellen nordischen Raserei und sucht neue Ausdrucksformen durch die Verwendung von Post-Punk-Momenten. Die ganz große Referenz, Joyless, ist überall spürbar – hier zeigt sich, wie visionär dieses Projekt bereits im Jahre 1996 war. Etwas störend wirkt zuweilen die sich fast schon überschlagende Theatralik, die besonders in der Stimmfärbung des Gesangs zu finden ist, der in seiner hysterischen Tonalität an Bethlehem oder Silencer erinnert. Die Klaviereinsprengsel und die exzentrische Atmosphäre machen Lifelover jedoch zu einer wichtigen Formation des Neo-Black-Metal.

Martin Kreischer